Jagd

Änderung der Vorschriften für Spinone Italiano bei Zucht- und Anlageprüfungen des JGHV / Stand Juli 2026

 

Nachdem wir bereits über den monatlichen Newsletter für Mitglieder davon berichtet haben, möchten wir die folgenden Informationen auch allen Interessierten und Eigentümern eines Spinone aus einer Zucht unseres Vereins zugänglich machen.
 
Die Fakten:
Die Rasse Spinone Italiano wird in Deutschland durch zwei Zuchtvereine betreut, die beide im Aufnahmeverfahren zum regulären Mitglied im VDH sind.
Der eine Verein ist der Spinone Italiano e.V.
Der andere Verein ist der „1. Spinone Italiano Club Deutschland 2008 e.V“ (nachfolgend SICD genannt).
 
Mit der kürzlichen Aufnahme des SICD in den JGHV (Jagdgebrauchshundeverein) haben sich für die Eigentümer eines Spinone unseres Vereins folgende Änderungen bei der Überprüfung der jagdlichen Anlagen unserer jungen Spinoni ergeben:
Es können nur noch Spinone mit einer Ahnentafel des SICD zu den Zucht- und Anlageprüfungen des JGHV (Verbandsjugendprüfung, Herbstzuchtprüfung, Alterszuchtprüfung, Derby, Solms) zugelassen werden.
 
Der SICD hat nun die Teilnahme eines Spinone mit einem Pedigree unseres Vereins an den Zucht- und Anlageprüfungen des JGHV mit folgenden, ab sofort gültigen Auflagen belegt:
 
⁃ Umschreiben der Ahnentafel des Spinone Italiano e.V und Aufnahme in das Zuchtbuch des SICD – 250 Euro pro Spinone 
⁃ Mitgliedschaft im SICD verbindlich für mindestens 2 Jahre 
⁃ Laut Auskunft des SICD müssen Züchter unseres Vereins, die einen ihrer jungen Spinoni z.B. VJP führen möchten, zuerst alle Zuchthunde in ihrem Besitz in das Zuchtbuch des SICD übertragen lassen und verbindlich erklären ihre Zucht nur noch im SICD weiterzuführen. Erst dann ist eine Anlageprüfung eines jungen Spinone dieses Züchters möglich. 
⁃ dieser Wechsel in den SICD ist, nach Auffassung des SICD, unwiderruflich
 
Nach unserer Auffassung ist es dem SICD jedoch nicht möglich einen Vereinswechsel in den Spinone Italiano e.V zu untersagen.
Bis zu unserer Aufnahme in den JGHV sind das die zu erfüllenden Auflagen des SICD für eine Teilnahme eines unserer Spinoni an einer Zucht- und Anlageprüfung.
 
Was sich für uns nicht ändert:
⁃ alle Leistungsprüfungen des JGHV können von unseren Spinoni weiterhin ohne jede Auflage abgelegt werden.
⁃ auch die Brauchbarkeitsprüfung kann weiterhin entsprechend der Regelung des jeweiligen Bundeslandes absolviert werden.
 
Leider sehen wir in dieser Art der Umsetzung der Vorschriften des JGHV durch den SICD keinen Vorteil für die Rasse Spinone Italiano in Deutschland und keinen Nutzen für deren jagdliche Ausbildung. 
 
Wir sind weiterhin der Auffassung, dass man eine Rasse mit einer so geringen Zuchtpopulation mit gemeinsamen Anstrengungen unterstützen muss.
 
Unser Ziel bleibt unverändert die Gesunderhaltung, die verantwortungsvolle Zucht und die Förderung aller Spinone Italiano in Deutschland – als vielseitigen Jagdhund entsprechend seiner ursprünglichen Anlagen und rassetypischen Eigenschaften.

Der Spinone Italiano

Der Spinone Italiano

Er gilt als hervorragender Vorsteh – und Apportierhund. Der Spinone besitzt ein umgängliches Wesen, er ist leichtführig und geduldig und eignet sich für die Jagd in jedem Gelände. Er ist nahezu unermüdlich und geht willig ins dornige Gestrüpp oder wirft sich ins kalte Wasser. Die Arbeit im Sumpf und Wasser liegt ihm ganz besonders und kann der Gesundheit des exzellenten Schwimmers nichts anhaben, da ihm das robuste Fell vor Feuchtigkeit und kalten Temperaturen schützt.

Spinone erweisen sich von Natur aus als vorzügliche Apportierhunde. Er besitzt eine bemerkenswerte Veranlagung zum verlängerten und schnellen Trab. Er arbeitet hoch konzentriert während sich seine Rute permanent von links nach rechts bewegt. Sobald der Spinone eine Fährte aufspürt, verlangsamt sich sein Schritt. Nun wird die Fährte in aller Ruhe analysiert und der aussergewöhnliche Kopf mit der sehr feinen Nase mehrfach in die Höhe gereckt, um besser Witterung aufnehmen zu können. Erweisen sich die Bemühungen als erfolglos, sucht der hoch sensible Hund nach einer neuen Fährte. Bekräftigt sich hingegen der Verdacht, folgt er der Spur und verhält sich dabei so lautlos und vorsichtig, dass es eine Freude ist ihm bei der Arbeit zu zusehen. Sobald er sein Ziel festgemacht hat, verharrt er und auch die bewegungsfreudige Rute kommt zum Stillstand.

Dank seiner „Sturheit“ gibt er beim Apport oder auf der Nachsuche nicht so schnell auf. Er gilt als „Taktiker“ und „Denker“. Seine Suche ist langsam und kurz stetig in enger Zusammenarbeit mit seinem Führer und vom akribischer Genauigkeit geprägt.

Ein Zitat einer anderen Homepage beschreibt seinen Jagdstil wohl am treffensten: „Wenn der englische Pointer der Porsche unter den Vorstehunden ist, dann ist der Spinone der Jeep“

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Der Spinone Italiano

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